Singapurs Erbe: Auf den Spuren der Peranakan

Die Löwenstadt ist ein multikultureller Schmelztiegel. Chinesische und malaiische Einflüsse vereinen sich in der ethnischen Gruppe der Peranakan („vor Ort geboren“), die für farbenprächtige Designs und exzellente Küche bekannt ist.

Kunstvoll verziertes Porzellangeschirr und bestickte Altartücher aus Batik sind liebevoll auf prachtvollem Holzmobiliar mit Schnitzereien drapiert. Es scheint, als wäre im Haus von Alvin Yapp die Zeit stehen geblieben. In seinem kleinen, feinen Privatmuseum „The Intan“ (Verlinkung: www.the-intan.com) im Stadtviertel Katong nahe der Marina Bay empfängt er Besucher, um ihnen auf ganz eigene Art und Weise seine Kultur näherzubringen.

Alvin Yapp gehört zur ethnischen Gruppe der Peranakan („vor Ort geboren“), die ursprünglich aus der Verbindung von chinesischen Männern und malaiischen Frauen hervorging. Im 18. Jahrhundert kamen viele Chinesen auf der Suche nach Arbeit in die Gegend um Singapur, wo sie sich als Händler niederließen und einheimische Frauen heirateten. Es entstand eine einzigartige Kultur mit vielen Facetten, die Singapur bis zum heutigen Tag prägt.

Neben der eigenen Sprache Baba Malay ist das Volk der Peranakan vor allem für seine exzellente Küche bekannt – eine Fusion aus chinesischen, malaiischen und europäischen Elementen. Die würzige Kokos-Nudel-Suppe Laksa oder das bunte Dessert Kueh gehören längst zum Inventar des Stadtstaats. Innovative Peranakan-Spezialitäten nach den Rezepten seiner Oma bietet Küchenchef Malcolm Lee im Restaurant Candlenut, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde.

Sichtbar ist in Singapur auch die traditionelle Kleidung der Peranakan – ein Beispiel sind die Stewardessen von Singapore Airlines. Auch zu festlichen Anlässen wird die traditionelle malaiische Bluse Nonya Kebaya aus dem Schrank geholt. Sie gleicht einem Sarong und ist mit verschiedenen Motiven wie Blumen oder Schmetterlingen verziert.

Im Laufe der Jahrhunderte ließen sich die Peranakan von verschiedenen Kulturen inspirieren und übernahmen Komponenten, an denen sie Gefallen fanden. Die bunten Kacheln, die die Fassaden vieler Shophouses im Viertel Katong schmücken, kommen ursprünglich aus England, wurden aber nach eigenem Geschmack umgestaltet. Auf diesem Weg sind noch viele weitere einzigartige Kreationen entstanden, die Yapp voller Stolz jedem Besucher seines kleinen Hausmuseums zeigt.

Hier können Sie die Peranakan-Kultur in Singapur erleben:

The Intan

The Intan

Klein, kurios und faszinierend: Besitzer Alvin Yapp hat sein Wohnhaus in ein Museum verwandelt – eins der besten in Singapur. Das schmale, nur 90 Quadratmeter Haus ist voller Schätze, von wertvollen Möbeln bis zu bestickten Brautschuhen. Hier tauchen Besucher in die Welt der Peranakan ein, der für Singapur typischen, chinesisch-malaiischen Mischkultur.

Kim Choo

Kim Choo

Ein Shop im Viertel Joo Chiat/Katong, in dem man alles rund um die Peranakan-Kultur bekommt.

328 Katong Laksa

328 Katong Laksa

Ein winziger Laden, der ausschließlich Singapurs Nationalgericht Laksa serviert, eine Nudelsuppe mit Kokosmilch, Chilli, Reisnudeln, Gemüse, Fisch und Krabben.

Candlenut

Candlenut

Essen wie bei Großmama – auf höchstem Niveau. Die Peranakan-Menus von Küchenchef Malcolm Lee im Candlenut haben Sterne-Qualität.

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