Singapur für Feinschmecker – 48 Stunden kulinarischer Hochgenuss

Es heisst, dass man ein Land nur wirklich kennenlernt, wenn man seine kulinarischen Spezialitäten probiert. Da kommen Sie in Singapur voll auf Ihre Kosten, denn es lässt sich ohne Übertreibung behaupten, dass die Singapurer geradezu vom Essen besessen sind. Sprechen Sie mal einen Einheimischen darauf an, und man wird Ihnen stundenlang vorschwärmen, wo es die besten Gerichte gibt, wie man sie am besten zubereitet (auf Art des Gesprächspartners natürlich) und was Sie unbedingt in der Garden City verkosten müssen.

Hier eine Liste der Top Ten-Nationalgerichte aus Singapur.

Katong Laksa

Katong Laksa

Katong Laksa ist eine Suppe auf Kokosmilch-Basis, scharf und voller exotischer Aromen, mit dicken Reisnudeln, getrockneten Krabben, Garnelen, Herzmuscheln, Fisch, Ei und Hühnerfleisch. Das Rezept wird den Peranakan zugesprochen, eine der vielen Ethnien der Garden City. Die Singapurer nehmen ihre Nationalsuppe so ernst, dass es wahre ‘Laksa-Kriege’ gegeben hat, weil jeder behauptet, seine Suppe wäre das Original. Die Katong Version wird traditionell mit kleingeschnittenen Nudeln und nur mit einem Löffel serviert.

Nasi Lemak

Nasi Lemak

Dieser ‘fette Reis’ ist ein beliebtes malaysisches Frühstücksgericht, das aber inzwischen auch gerne zum Mittag- oder Abendessen serviert wird. In Singapur steht es so hoch im Kurs, dass die meisten südostasiatischen Gruppen ihre eigene Version entwickelt haben. Es besteht aus in Kokosmilch mariniertem und dampfgegartem Reis mit ‘ikan bilis’ (getrockneten Anchovis), gebratenem Fisch oder Hühnchen, Erdnüssen und Ei. Allerwichtigste Zutat ist ein gutes Sambal, jene scharfe Paste aus Chili, Garnelenpaste, Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln, Limettensaft, Essig und was einem sonst noch so einfällt. Das fertige Nasi Lemak gibt’s dann in ein Bananenblatt gewickelt – typisch Singapur-Style.

Chicken Rice

Chicken Rice

Das oft als Hainanese Chicken Rice bezeichnete Hühnchen-Reisgericht gilt bei vielen als DAS Nationalgericht Singapurs. Es wird überall angeboten, in Garküchen ebenso wie in einigen der Toprestaurants in der Stadt. Das Huhn gart in einer kräftigen Brühe und kommt dann zu dem mit Ingwer, Knoblauch, Chili und Pandanusblättern aromatisierten Reis und etwas würziger Sojasauce oder einem Chili-Dip auf den Teller.

Kaya Toast & Kopi

Kaya Toast & Kopi

Wenn Sie frühstücken wollen wie ein echter Singapurer, müssen Sie sich eine Tasse dampfenden kopi – Robusta Kaffeebohnen, die mit Butter, Zucker und Mais geröstet werden – und einen Kaya Toast bestellen. Kaya ist eine Kokosmarmelade, die auf einer üppig gebutterten Toastscheibe serviert wird, meist begleitet von zwei sehr weichen Eiern, einem guten Schuss dunkler Soyasauce und etwas weissem Pfeffer.

Chilli Crab

Chilli Crab

In Singapur keine Chilli Crab zu bestellen, ist für einige undenkbar. Der Taschenkrebs in scharfer Sauce gehört fest zu den kulinarischen Spezialitäten der Stadt, und jeder hat seine eigene Adresse, wo man sie sich servieren lassen oder die Hauptzutat erstehen sollte: die riesige Sri Lanka Krabbe, den Tasmanian King, die Dungeness oder die Alaska Königskrabbe. Das Gericht wird entweder mit Schwarzpfeffer-Sauce oder einer Tomaten-Sauce (die überall herumkleckert!) serviert, die man dann wunderbar mit dem typischen Mantou-Brötchen auftunkt.

Fish Head Curry

Fish Head Curry

Von diesem in den 1950ern nach Singapur importierten Gericht gibt es zwei Hauptversionen. Eine ist indisch angehaucht, sehr scharf und intensiv, die andere präsentiert sich eher chinesisch und ist leichter und süsser. Hauptzutat sind Fischköpfe (mit Augen, Zähnen und allem), meist vom Red Snapper, die in einem Curry neben allen möglichen anderen Ingredienzen wie Okraschoten, Auberginen und Schlangenbohnen vor sich hinsimmern. Einige Köche setzen mit Tamarinde einen süss-sauren Akzent, andere intensivieren den Curry-Geschmack durch Kokosmilch. Dazu gibt’s Reis oder Brot.

Fried Carrot Cake

Fried Carrot Cake

Auch wenn der Name als Fried Carrot Cake übersetzt wird, hat Chai Tow Kuay keinerlei Ähnlichkeit mit der amerikanischen Spezialität, allein schon weil überhaupt keine Karotten in den Teig kommen. Der Kuchen wird aus Eiern, verschiedenen Mehlen, eingelegtem Rettich (chai poh) und weissem Rettich (auch als weisse Karotte bezeichnet) hergestellt. Das Ganze wird dampfgegart, dann gewürfelt und mit anderen Zutaten gebraten, z. B. Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Sojasauce und eingelegten Rüben. Man bestellt es ‘weiss’ (natur) oder ‘schwarz’ (mit süsser dunkler Sojasauce).

Hokkien Mee

Hokkien Mee

Dieses traditionelle Singapur-Gericht mit malaysischem Einschlag wurde von Nudelfabrik-Arbeitern erfunden, die sich auf der Rochor Road trafen, um die übriggebliebenen Nudeln zu braten. Hokkien Mee besteht aus Eier- und Reisnudeln, die in einer Brühe mit jeder Menge Garnelen, Tintenfisch, Schweinebauch und frittiertem Speck gegart werden. Gegen das viele Fett gibt’s dann eine Scheibe Limette dazu! Wenn Sie ein Restaurant finden, wo auf Holzkohle gekocht wird, nichts wie hin: So schmeckt’s am besten!

Bak Kut Teh

Bak Kut Teh

Wörtlich übersetzt heisst das Gericht ‘Schweinerippentee’, und um die Herkunft streiten sich Chinesen und Malayen. Bak Kut Teh wird in Singapur gerne zum Frühstück verzehrt: langsam gegarte Schweinerippchen in einer Brühe voller asiatischer Kräuter und Gewürze wie Sternanis, Knoblauch und Pfeffer. Der Name stammt von der schönen Teefarbe dieser Consommé, zu der meist weisser Reis serviert wird.

Durian

Durian

Was diese Nationalfrucht Singapurs angeht, klaffen die Meinungen weit auseinander! Wenn Sie noch nie eine gesehen haben: Durians sind in etwas so gross wie eine Ananas, haben eine stachelige Haut und ein hellgelbes Fleisch, das der britische Naturforscher Alfred Wallace als nach ‘Vanillepudding mit Mandeln’ schmeckend beschreibt. In Singapur werden damit Desserts, Kuchen, Torten und auch Shakes gemacht, aber man muss vor allem eines darüber wissen: Durians stinken. Sie riechen nicht einfach nur, nein, sie stinken zum Himmel. Nach einer Mischung aus gammeligen Zwiebeln, Terpentin und Kanalisation, heisst es. Auf jeden Fall ist der Gestank so unerträglich, dass Durians aus öffentlichen Verkehrsmitteln verbannt wurden. Aber sie schmecken nun mal einfach köstlich!

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