Wein und wilde Natur

Einen guten Appetit sollten Sie schon mitbringen auf die South East Touring Route. Auf dem Plan stehen Restaurants, die eine Reise wert sind, weltberühmte Weingüter, fangfrische Meeresfrüchte und heimische Delikatessen …

Eat and Relax

Wem ein wohlschmeckendes Menü angeboten wird, der sollte nicht nur ein Gericht wählen. So sollten Sie es auch mit der South East Touring Route halten, auf der Sie von einem köstlichen Highlight Victorias zum nächsten springen können – Yarra Valley; Phillip Island; Dandenong Ranges; Mornington Peninsula –, ohne einen Gang auslassen zu müssen. Jeweils das Beste von allem. Die Hauptattraktionen liegen nur rund eine Autostunde auseinander, so dass viel Zeit zum Erkunden und Geniessen bleibt.

Es dürfte zwar hart werden, aber halten Sie sich ein bisschen zurück, wenn Sie in Melbourne bei Duke’s Rösterei einkehren, Süssigkeiten von Gelato Messina schnabulieren oder eine Lobster Roll bei Supernormal probieren! Sie brauchen noch viel Platz im Magen für das Yarra Valley. Wenn Sie abends aufbrechen, übernachten Sie in den Yering Gorge Farm Cottages: acht freistehende Einraum-Bungalows mit grosser Holzterrasse, Kochnische und Grillplätzen, die den Blick über die idyllische Landschaft freigeben.

Von der Anlage fährt man 12 Minuten bis zum Balgownie Estate Vineyard Resort & Spa, wo ein langer Lunch, eine ausgiebige Weinprobe und eine Warmsteinmassage oder eine Vitamin-Gesichtspackung im Spa einfach dazugehören. Wenn Sie immer noch Durst haben, fahren Sie weiter zur Punt Road Winery – die Pinot Gris, Chardonnay, Pinot Noir, Shiraz und Cabernet Sauvignon in ihrem starken Portfolio hat oder zum phänomenalen Weingut TarraWarra, das auch ein beeindruckendes Kunstmuseum beherbergt.

Wahrscheinlich sind Sie nach so viel «wining and dining» müde geworden: Schlummern Sie stilvoll im Hotel Chateau Yering. Das wiederhergerichtete Viktorianische Herrenhaus beherbergt das Spitzenrestaurant Eleonore’s, das in seinem historischen Keller den Weinen des Yarra Valleys huldigt.

Wild about Wildlife

Die heimische Tierwelt ist genauso attraktiv wie die edlen Tropfen. Schnabeltiere sind bekanntermassen scheu, doch im Healesville Sanctuary können Sie mit ihnen durch das Wasser watend auf Tuchfühlung gehen oder sie vom Trockenen aus bewundern. Übrigens: Ausgewachsene Schnabeltiere haben keine Zähne, sondern zermahlen ihre Beute mit Hornplatten am Kiefer. Das Reservat ist ausserdem das Zuhause einer trägen Horde Koalas sowie von Kängurus, Wombats, Wallabys, Ameisenigeln, Bilchbeutlern, Leierschwänzen, Goldbauchsittichen und weiteren heimischen Kleintieren.

Tun Sie es den Vögeln gleich und fliegen Sie in den Himmel: Am besten kann man das Yarra Valley vom Heissluftballon aus bewundern (gönnen Sie sich einen Flug mit Champagner-Frühstück). Alternativ legen Sie eine Mittagsrast in einem Weingut auf dem Wege zur den Dandenongs ein: vielleicht bei Oakridge Wines, wo Küchenchef Matt Stone essbare Liebeserklärungen an die Region zubereitet.

Die Dandenong Ranges – eine flache Bergkette mit üppig-grünen Regenwaldschluchten, romantischen Tälern und sanften Hügeln – liegen ein halbe Autostunde vom Weingut entfernt. Dort müssen Sie unbedingt die historische Bergeisenbahn Puffing Billy besteigen und die Beine aus den offenen Wagen baumeln lassen. Billy zuckelt ganz gemächlich und unter Dampf zwischen Belgrave und Gembrook durch malerische Wälder und Felder – schliesslich ist die Bahn schon über 100 Jahre alt.

Piggery Cafe

Versäumen Sie nicht, im Piggery Café von Meisterkoch Shannon Bennett in Sherbrooke einzukehren. Shannon ist der kulinarische Hexenmeister hinter dem anspruchsvollen Melbourner Feinschmeckerlokal Vue de Monde. Hier in seinem Café geht es zwangloser und ländlicher zu. Draussen gibt es Rasen-Bowling, Boccia und Krocketfelder. Zum Abschied sollten Sie den namensgebenden schweinischen Haustieren zuwinken.

Von Sherbrooke fährt man 90 Minuten bis zum Naturparadies Phillip Island, der Heimat von Zwergpinguinen, Koalas und Seebären. Schweben Sie im Hubschrauber über die Insel oder nehmen Sie ein Wild Oceans EcoBoat zu den Seal Rocks, wo Sie Australiens grösste Seebären-Kolonie hautnah erleben können.

Frische Seeluft macht hungrig. Also sollten Sie Cowes ansteuern, um bei Harry’s on the Esplanade Fish-and-Chips zu essen oder Austern, heimisches Lammfleisch, Pistazien-Parfait oder ähnliches zu schlemmen. Statt der Abendnachrichten schauen Sie sich an der Westspitze der Insel die Pinguin-Parade beim Nobbies Centre an und erfreuen sich daran, wie die Zwergpinguine über den Summerland Beach watscheln.

Splash out

Doch Wasserspiele sind nicht nur etwas für Pinguine. Packen Sie die Badesachen ein für die Peninsula Hot Springs auf der Mornington Peninsula (2 Stunden Fahrzeit), wo heisses Mineralwasser in einem natürlichen Labyrinth zwischen Pools und Privatbecken blubbert und dampft. Wer es besonders romantisch mag, kommt am frühen Abend und frönt den Badefreuden bei Nacht, wenn die Quellen von Laternen beleuchtet werden. Das Wasser wärmt im Winter herrlich auf, im Gegensatz zu den eiskalten Tauchbecken (die sehr gut für die Durchblutung sein sollen – einfach den Schreien folgen!).

Wenn Sie nicht mit Otto Normalverbraucher baden möchten, gönnen Sie sich ein Privatbecken draussen oder im Pavillon. Es werden auch verwöhnende Anwendungen nach Art der Ureinwohner angeboten: Kodo-Ganzkörpermassage, traditionelle Heilstein-Erfahrungen, Gesichtsbehandlungen oder Einreibungen und Peelings mit indigenen Substanzen. Sie werden sich anschliessend zu wohltuend behaglich fühlen, um weit zu fahren. Also legen Sie sich bei Big Blue Backyard aufs Ohr: ein abgelegener Rückzugsort am St Andrews Beach mit nur drei Suiten, wo Sie die Badefreuden in einem Zwei-Personen-Whirlpool auf Ihrer Privatterrasse fortsetzen können.

Delfine sind wohl nicht so unschuldig, wie sie aussehen. Erfahren Sie alles über die mysteriösen Meeressäuger, wenn Sie in Sorrento (15 Minuten Autofahrt von Big Blue) mit den Delfinen schwimmen. Polperro Dolphin Swims bringt Sie mit einem Boot zu Delfinen und Robben in den Gewässern rund um die Port Phillip Bay. Die Naturaktivistin und Inhaberin Judith Muir wird Sie auch über Meeresschutz und das Verhalten der Delfine (die offenbar etwas verspielt sind) aufklären.

Haben Sie noch nicht genug vom Abenteuer? Dann verlängern Sie einfach die Route und nehmen die Fähre von Sorrento nach Queenscliff. Dort folgen Sie der Panorama-Strasse «Great Ocean Road». Oder Sie fahren in die Grampians. Nachhause kommen Sie noch früh genug!

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