The Great Southern Touring Route

Fast könnten einem die Augen übergehen: Zur Great Southern Touring Route gehören die spektakuläre Küstenlinie der Great Ocean Road, wilde Nationalparks und das Land der mineralreichen Kurbäder.

 

Victoria’s Great Ocean Road

Genau das richtige für den leidenschaftlichen Autofahrer – und die Mitfahrer haben noch mehr davon, denn eine Autotour könnte gar nicht spektakulärer sein als die Great Ocean Road in Victoria: 243 Kilometer sensationelle Strecke. Zum Teil verläuft sie an die Steilküste geschmiegt, folgt schwindelerregenden Kurven und bietet ein einmaliges Meer-und-Sand-Panorama. Andererseits durchquert sie Nationalparks und Wälder. Die Strasse setzte ein heroisches Zeichen: Sie wurde zwischen 1919 und 1932 von Kriegsheimkehrern zum Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Kameraden gebaut.

Die Route beginnt in Melbourne, dem kulturellen Zentrum von Victoria mit ihren Kaffeeliebhabern, Sportbegeisterten, Feinschmeckern, Konzertbesuchern und Trendsettern. Nachdem Sie etwas von der lässige Atmosphäre der kleinen Innenstadt-Gassen in sich aufgesogen haben, machen Sie sich auf den Weg (auf die B100, um genau zu sein).

Surfing in Torquay

Die Great Ocean Road beginnt in Victorias Surfer-Hochburg Torquay: Hierher stammen die weltweit bekannten Hersteller Quiksilver und Rip Curl. Ausserdem wird hier jedes Jahr der Rip Curl Pro ausgetragen. Machen Sie einen Kurs an der Torquay Surfing Academy oder erlernen Sie an Land die Grundlagen in der Surfworld, dem Surf-Museum in Torquay. Am Kennett River, nur sechs Autominuten entfernt, liegt eine der besten Stellen, um Koalas in freier Wildbahn zu erleben: Oft kann man am Caravan-Park oben in den Baumwipfeln 30 oder 40 der schläfrigen Beuteltiere erspähen.

Paradise By The Sea

Die nächste Station ist Apollo Bay, auch «Paradies am Meer» genannt: Gehen Sie schwimmen, surfen oder fischen. Danach erreichen Sie das Cape Otway, den südlichsten Punkt der Great Ocean Road Region mit einem eindrucksvollen Nationalpark. Geniessen Sie den Blick auf das Meer vom windgepeitschten Leuchtturm aus. Er wurde 1848 wegen der vielen Schiffshavarien an diesem gefährlichen Küstenabschnitt erbaut.

Vom Cape Otway geht es zu den Gibson Steps, einer stufenförmigen Klippenformation hinunter zum Strand. Bewundern Sie Gog und Magog, zwei Kalksteinsäulen, die das tosende Südpolarmeer vom Festland getrennt hat. Und das war erst die Einstimmung auf die 12 Apostel (eigentlich nur noch acht), die wenige Autominuten weiter zu bewundern sind. Es wird auch ein Hubschrauber-Rundflug angeboten, bei dem ausserdem London Bridge, Loch Ard Gorge und die Küste der Schiffswracks überflogen werden.

Warrnambool

Nach einer Stunde erreicht man Warrnambool, wo Sie nicht nur gut surfen, sondern vom Logans Beach aus mit etwas Glück auch Südliche Glattwale beobachten können. Zwischen Ende Mai und Anfang Oktober spielen stolze Walmütter mit ihren gigantischen Kälbern im Lady Bay. Die Kultur und Geschichte der Ureinwohner ist ein weiteres Highlight des Ortes. Bei geführten Wanderungen durch das Tower Hill Wildlife Reserve mit seiner artenreichen Tierwelt können Sie Kängurus, Koala-Bären, Emus und heimische Vögel beobachten. Die Aboriginal-Kooperative Worn Gundidj betreibt das Reservat und bietet geführte Touren an (auch Nachtwanderungen, weil dann viele der wildlebenden Vierbeiner am aktivsten sind). Im Besucherzentrum, einem Bau von Robin Boyd, kann man Kunst der Ureinwohner erstehen.

Port Fairy, ein hübsches historisches Fischerdorf, liegt eine halbe Stunde entfernt. Seine Strassen sind gesäumt mit Cottages aus dem 19. Jahrhundert, Steinkirchen und grossen Norfolk-Tannen. Übernachten Sie im Drift House, das der Besitzer und Künstler gewagt gestaltet hat. Da es kein Restaurant hat, können sie bei Coffin Sally zu Pizza und Cocktails einkehren oder im Merrijig Inn einen Tisch reservieren; dort gibt es Fremdenzimmer im ersten Stock, falls Sie sich nach dem Essen nicht mehr bewegen möchten.

Sollten Sie noch nicht wieder nach Melbourne zurückkehren wollen, fahren Sie in den Grampians National Park. Es handelt sich um fünf Sandsteinhöhenzüge in Nord-Süd-Richtung mit atemberaubenden Aussichten und spektakulären Wasserfällen (die MacKenzie Falls sind ein Muss). Über den ganzen Park verteilen sich Höhlen und Nischen mit uralten Felsmalereien der Aboriginal. Auf dem Lake Bellfield und dem Lake Wartook kann man angeln oder Kanu fahren. Dabei kommt man auf Tuchfühlung mit heimischen Tieren wie den beiden Ks (Koalas und Kängurus) sowie Emus, Keilschwanzadlern und anderen Vögel der Region.

Sovereign Hill

Neben dem Nationalpark liegt der Urlaubsort Halls Gap mit einem reichhaltigen Angebot an lokalen Lebensmitteln: vom handgemachten Schafkäse, über Oliven und Olivenöl bis hin zum selbstgebrauten Bier. Das Brambuk Cultural Centre interpretiert die Region auf Art der Ureinwohner: Bush-Food probieren, einen Bumerang bemalen oder eine Vorführung des Gariwerd Dreaming Theatre ansehen.

Drüben in Ballarat, 90 Autominuten entfernt, schürfen Sie Gold im Sovereign Hill, einem lebendigen Freilichtmuseum auf dem 10 ha grossen Gelände einer Goldmine, wo Darsteller und Pferde den grössten alluvialen Goldrausch der Welt nachstellen.

Letzter Boxenstopp ist das hübsche Kurbad Daylesford, das für seine mineralreichen Quellen bekannt ist. Stöbern Sie durch Künstlergalerien, Geschäfte und Kureinrichtungen, und machen Sie Rast in einem der vielen Restaurants. Sie werden inzwischen müde sein! Zum Glück ist Melbourne nur 90 Autominuten entfernt.

 

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