7 Wege, um mehr über die Kultur der Aboriginal im australischen Northern Territory zu erfahren

Die Kultur der Aboriginal ist sehr alt, sehr vielseitig und unglaublich faszinierend. Anbei einige Tipps, um sich von ihrer Magie verzaubern zu lassen.

Leckeres Buschessen

Laut eigener Aussage widmet sich Bob Taylor, ein Aboriginal-Koch, am liebsten «gutem Essen, alten Kulturen und dem wunderschönen Land».

Diese drei Lieblingsbeschäftigungen spiegeln sich auch in den Aktivitäten wider, die er in der Region von Alice Springs anbietet – von Abendessen am Lagerfeuer in den West MacDonnell Ranges bis zu neuntägigen Abenteuertouren durch das Red Centre.

Der Sohn eines berühmten Aquarellmalers verwendet traditionelle Zutaten aus dem Busch wie Lemon Myrtle und Akaziensamen zum Würzen seines Emu- oder Kängurufleischs.

Auf Bobs langen Touren kann man bekannte Sehenswürdigkeiten wie Uluru oder Kata Tjuta besichtigen und nachts wahlweise in Unterkünften und Hotels oder aber in Biwaksäcken schlafen. Des Weiteren bietet er Tagestouren mit dem Jeep an, die von Alice bis in seine Heimat führen, das spektakuläre Rainbow Valley.

Ein Aboriginalfest besuchen

Jedes Jahr finden in dem Territory zahlreiche Aboriginalfeste statt, die von kleinen Zusammenkünften bis zu grossen Musikfestivals reichen.

Am bekanntesten ist das Garma, eine grosse viertägige Veranstaltung auf der Gove-Halbinsel, doch wenn Sie richtigen Trubel erleben möchten, empfiehlt sich das Walking With Spirits Festival, das jeden Juli von den Wugularr im südwestlichen Arnhem Land organisiert wird.

Es findet an einem atemberaubenden Küstenschauplatz statt, und im Mittelpunkt stehen Geschichtenerzählen, Musik, Lieder und Tänze.

Zu den weiteren jährlichen Festivals gehören das Yugul Mangi, eine dreitägige Zusammenkunft an einem entlegenen Ort am Roper Highway, und das Barunga, das jeden Juni etwa 80 km südöstlich von Katherine stattfindet. Bitte beachten Sie, dass auf den meisten Festivals kein Alkohol ausgeschenkt wird.

Australian Football auf den Tiwi Islands

Die etwa 80 km vor der Küste von Darwin gelegenen Tiwi Islands bestehen aus zwei fast aneinandergrenzenden Inseln – Bathurst und die grössere Melville –, auf denen das Volk der Tipi zuhause ist.

Die Menschen sind berühmt für ihr wunderschönes Kunsthandwerk (insbesondere geschnitztes und bemaltes Eisenbaumholz) und für ihre grosse Begeisterung für Australian Football.

Der örtliche Verein, die Tiwi Bombers, nahm als erste nur aus Aboriginal bestehende Mannschaft an einem grösseren Turnier teil und spielt auch heute noch in der halb professionellen Northern Territory Football League – zwei ihrer ehemaligen Spieler haben es sogar in die AFL geschafft.

Passend zu den Heimspielen gibt es einen besonderen Fährendienst von Darwin zu den Inseln. Die Spielsaison geht von Oktober bis Februar.

Mountainbike fahren in den MacDonnell Ranges

Auch wenn das Leben der Aboriginal von sehr alten Werten bestimmt wird, hat es sich den modernen Gegebenheiten angepasst. Davon zeugen die halbtägigen Mountainbikeexkursionen von Jukurrpa Bikes, einem Unternehmen, das von Aboriginal geleitet wird.

Von Alice Springs aus – das in der örtlichen Sprache auch Mparntwe genannt wird – fahren Sie entlang des ausgetrockneten Flussbetts des Todd River nach Heavitree Gap und die West MacDonnells, wo Sie mehr über das Leben eines zeitgenössischen Aboriginalkünstlers erfahren, der zu den berühmtesten von Australien gehört, Albert Namatjira.

Der 1959 verstorbene Künstler stammte aus dieser Region, und auch heute noch üben seine Arbeiten einen grossen Einfluss aus.

Die Tour mit den Mountainbikes, die alle ein Punktmuster besitzen, führt ebenfalls an zahlreichen anderen kulturellen Sehenswürdigkeiten vorbei.

Wissenswertes über die Kultur in Uluru

Auf einer Reise nach Uluru erfahren Sie alles über die Aktivitäten der Aboriginal. Einige sind informativer und authentischer als andere, doch bei fast allen kommen Sie in Kontakt mit den Anangu, den traditionellen Besitzern der umgebenden Ländereien.

Das Angebot reicht von Lagerfeuer bis zu kreativen Workshops. Wie immer gilt: Je kleiner die Gruppe, desto intensiver die Erlebnisse.

Im Uluru-Kata Tjuta Cultural Centre (Eintritt frei) erhalten Sie Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Region und die grosse Rolle, die sie in der Kultur der Anangu spielen. Um 10.00 Uhr finden jeden Tag kostenlose Führungen durch die Natur statt.

Eine Fahrt auf dem East Alligator River

In und um Kakadu werden zahlreiche Flussfahrten angeboten, doch für Reisende, die besonders an der Kultur der Aboriginal interessiert sind, empfiehlt sich die Guluyambi Cultural Cruise, die von Kakadu Cultural Tours organisiert wird.

Der einheimische Führer steuert das Boot den East Alligator River entlang (kurioserweise gab es an diesem Fluss nie Alligatoren – hier tummeln sich Salzwasserkrokodile).

Bei einem kurzen Stopp in Arnhem Land lernen Sie unter anderem, wie man einen traditionellen Speer wirft, und erfahren Wissenswertes über eine stolze alte Kultur, die auch heute noch geheimnisumwoben ist.

Die Adelaide River Feuchtgebiete

Wenn Sie Lust auf ein Survival-Abenteuer mit den Hilfsmitteln der Ureinwohner – von Dillybags und Didgeridoos zu Buschmedizin und Ockerpigmenten – haben, empfehlen sich die von Pudakul Aboriginal Cultural Tours angebotenen Trips.

Das nur 50 Minuten von Darwin in den Feuchtgebieten des Adelaide River gelegene Unternehmen, das von Aboriginal geleitet wird, konzentriert sich auf die Verbindungen zwischen der Kultur der Ureinwohner und der Natur.

Das Angebot reicht von einer zweistündigen kulturellen Erfahrung bis zur längeren «Wetland Discovery Tour», die ein Walk and Talk durch die Tierwelt des Buschs und Buschessen beinhaltet. Die Touren werden von Mai bis Oktober organisiert. Die Reise von und nach Darwin ist ebenso inklusive wie Lagerfeuertee und Stockbrot.

Wanderlust’s Explorers Guide to Australia

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